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Mageta Verlag
Gemeindebote Waldbüttelbrunn

ROSSBRUNN

Friedensfest auf dem Vogelsberg

150 Jahre ist es her, dass sich in Roßbrunn im sogenannten Bruderkrieg die Österreichisch-Bayerischen und die Preußischen Truppen mit den jeweiligen Verbündeten gegenüberstanden. Unwillkürlich wurde auch der Ort selbst in den Konflikt hineingezogen, denn die Truppen wollten versorgt sein, Verletzte mussten behandelt und die Toten begraben werden. Noch heute erinnern die Soldatengräber auf dem Vogelsberg an diese schlimme Zeit.
Grund genug, sich über den nun schon mehr als 70 Jahre währenden Frieden in unserer Region zu freuen und dankbar zu sein. Das dachten sich zumindest die Soldatenkameradschaft Roßbrunn sowie das Partnerschaftskomitee Waldbüttelbrunn/Fleury-sur-Orne, die sich deshalb - tatkräftig unterstützt von der Feuerwehr Roßbrunn - in einer bisher einmaligen Kooperation zusammentaten, um zum Jubiläum ein kleines, leises Fest für den Frieden auf der Welt zu feiern. An einem lauen Sommerabend konnten die Besucher bei Gitarrenmusik, fränkischen Bratwürsten und französischen Crêpes den wunderschönen Ausblick vom Vogelsberg genießen. Und an diesem unglaublich schönen Samstagabend hätte man sich wohl kaum einen friedlicheren Platz auf der Welt vorstellen können als das ehemalige Schlachtfeld, auf dem Alt und Jung gemeinsam feierten.
Ein Totengedenken am Sonntagmorgen mit Ansprache von Bürgermeister Klaus Schmidt, der Niederlegung eines Blumengrußes und einem Musikstück, das von jungen Musikern aus Roßbrunn vorgetragen wurde, war schließlich Kernstück der zweitägigen Feierlichkeiten. Anschließend konnten sich außerdem alle Ausflügler, die sich für die Soldatengräber interessierten, bei Bratwurst, Kaffee und Kuchen für den Rückweg stärken.
Vielen Dank an alle, die mit ihrer Hilfe zum Gelingen dieser Feierlichkeiten beigetragen haben. Ein besonderer Dank gilt neben den bereits genannten Vereinen, Markus und Burkard Endres, Michael Franz, Firma Steinigke und Firma Hasler sowie Familie Hübner.