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Gemeindebote Waldbüttelbrunn

WALDBÜTTELBRUNN

Grenzgang 2022

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause konnten Bürgermeister Klaus Schmidt und Feldgeschworenenobmann Jochen Schmitt im neu gestalteten Rathaushof ca. hundert Interessierte Mitbürger*innen (im Alter von 1 bis 84 Jahren) zum diesjährigen Grenzgang, entlang der Gemarkungsgrenze zum Markt Zell am Main, begrüßen. Über die Brücke an der Weed ging es durch das Industriegebiet Kiesäcker an den Ausgangspunkt an der oberen Hettstadter Steige.
In einer Zeitreise durch die Büttelbrunner Geschichte erläuterte der Siebener Obmann, dass entlang des diesjährigen Grenzganges bereits vor 1300 Jahren eine bedeutende Grenze verlief. Hier endete nämlich vor dem Jahre 741 das Herrschaftsgebiet der thüringisch-fränkischen Herzöge vom Geschlecht der Radulfinger.
Im Jahre 741, mit Gründung des Würzburger Bistums, gingen die hiesigen Ländereien der Radulfinger an den ersten Würzburger Bischof, den Hl. Burkard über. Von da an verlief hier die Landesgrenze des Würzburger Hochstiftes.
Waldbüttelbrunn war über viele Jahrhunderte hindurch Schauplatz eines Konflikts zwischen den Würzburger Bischöfen und den Grafen von Wertheim.
Viel später verlief entlang der Grenze von Waldbüttelbrunn, dem Forst und Höchberg der Landwehrgraben, dessen Alter auf das späte Mittelalter geschätzt wird. Sie entstand unter Bischof Bruno I., welcher vom Jahre 1411 – 1440 als Bischof von Würzburg regierte.